Volksbank BraWo schließt Geschäftsjahr 2021 mit Rekordergebnis ab

Braunschweig-Wolfsburg, der 14.06.2022

Vorstand und Aufsichtsrat der Volksbank BraWo legen vor der Vertreterversammlung Bericht über das zurückliegende Geschäftsjahr ab / Erfolgreichstes Jahr der Unternehmensgeschichte / Anzahl Neukunden steigt stark an / Bilanzsumme wächst auf 5,75 Milliarden Euro / Gewinn erhöht sich um rund 50 Prozent / 10 Prozent Dividende zuzüglich Sonderdividende von 5 Prozent für die Mitglieder / Immobiliengeschäft macht Bank resilienter

„Im Geschäftsjahr 2021 hat die Volksbank BraWo das beste Ergebnis in ihrer Unternehmensgeschichte erwirtschaftet – und das trotz der coronabedingt schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Das bestätigt einmal mehr, dass unsere Geschäftsstrategie die richtige ist.“ Mit diesem positiven Fazit fasste Jürgen Brinkmann, Vorstandsvorsitzender der Volksbank BraWo, den Verlauf des abgelaufenen Geschäftsjahrs bei der Vertreterversammlung am 13. Juni 2022 im Wolfsburger CongressPark zusammen.

Die Bilanzsumme der Volksbank BraWo stieg gegenüber dem Vorjahr um 556 Millionen Euro oder 10,7 Prozent auf 5,75 Milliarden Euro. Dabei legte das Kunden-Kreditvolumen um 221 Millionen Euro oder ca. 6,7 Prozent auf 3,39 Milliarden Euro zu, das außerbilanzielle Kunden-Kreditvolumen im Vermittlungsgeschäft um 85 Millionen Euro oder 8,8 Prozent auf 1,06 Milliarden Euro. „Damit lag der Zuwachs des Kunden-Kreditvolumens deutlich über dem durchschnittlichen Zuwachs auf Verbandsebene von 3,6 Prozent. Das zeigt, dass wir für die Unternehmen und Privatkunden das Wachstum von Investition und Konsum unserer Kunden und Partner in der Region weiter maßgeblich unterstützt haben“, führte Ralf Schierenböken, Mitglied des Vorstands der Volksbank BraWo, auf der Vertreterversammlung weiter aus.

Der Zufluss von Kundeneinlagen blieb – trotz des Niedrigzinses und des zuletzt wieder anziehenden Konsums – auf einem hohen Niveau. Das Volumen der bilanziellen Kundeneinlagen erhöhte sich 2021 um 11,1 Prozent auf 4,02 Milliarden Euro. Die verwalteten Guthaben der Volksbank-Kunden in Wertpapierdepots, Geldanlagen der Vermögensverwaltung bei der Braunschweiger Privatbank sowie der DZ Bank, in Investmentfonds der Union Investment, bei der Bausparkasse Schwäbisch Hall oder in Lebensversicherungen bei der R+V Versicherung stiegen um 13,2 Prozent (261 Millionen Euro) auf nunmehr 2,23 Milliarden Euro an.

Die Zahl der Kunden konnte im Geschäftsjahr 2021 auf 155.000 ausgebaut werden. Die Anzahl der Neukunden stieg um über 50 Prozent gegenüber den Vorjahren. „Damit haben wir ein für die Bank ganz neues Niveau erreicht. Wir freuen uns sehr, dass uns so viele Neukunden ihr Vertrauen schenken. Und das nehmen wir als Ansporn, auch künftig unser Angebot im Sinne unserer Kunden weiter auszubauen“, kommentiert Brinkmann.

Die Kunden profitieren direkt vom wirtschaftlich nachhaltigen Geschäftsmodell: Etwa durch das dauerhaft gebührenfreie „BraWo-MeinKonto“, das bereits über 25.000 Kunden nutzen, und durch den weitgehenden Verzicht auf die Erhebung von Verwahrentgelten. Der Verzicht auf Kontoführungsgebühren konnte durch Zuwächse in anderen provisionsabhängigen Geschäftsfeldern (z. B. Wertpapier- und Versicherungsgeschäft) mehr als kompensiert werden.

Vorstandsmitglied Mark Uhde führte in seinem Vortrag unter anderem aus, dass sich auch das Segment Private Banking besonders erfolgreich entwickelte: Hier konnte die Braunschweiger Privatbank 1,4 Milliarden Euro betreutes Volumen und 250 Neukunden verzeichnen und so weitere Marktanteile gewinnen. Für den neuen Standort der Braunschweiger Privatbank in Köln erwarb die Volksbank BraWo eine Büroimmobilie – die Investition ist Teil der ankündigungsgemäß nur moderat gestiegenen Investitionen der BraWo in Sachanlagen von 964 Millionen Euro 2021 (Vorjahr: 902 Millionen Euro) – nach dem starken Anstieg der Immobilieninvestments 2020 war hier eine Phase der Konsolidierung vorgesehen.

Das Immobiliengeschäft der Volksbank entwickelte sich weiterhin sehr positiv und trägt einen wichtigen Beitrag zum Erfolg der Volksbank BraWo bei. „Es macht die Bank unabhängiger vom klassischen Bankgeschäft, damit resilienter und ermöglicht uns Investitionen für eine erfolgreiche Zukunft“, erläutert der Vorstandsvorsitzende.
Insgesamt konnte das betreute Kundenwertvolumen der Volksbank BraWo 2021 auf 10,8 Milliarden Euro gesteigert werden (Vorjahr: 10 Milliarden Euro). Die Bank erwirtschaftete im Geschäft mit ihren Kunden einen um 17,9 Millionen Euro auf 26,6 Millionen Euro gestiegenen Jahresüberschuss (+ 48,64 Prozent). Gemäß des Gewinnverwendungsvorschlags wird an die Mitglieder erneut eine Dividende in Höhe von 10 Prozent ausgeschüttet, die um eine Sonderdividende von 5 Prozent aufgestockt wird.

„Die erfreulichen Ergebnisse des Geschäftsjahres 2021 sind Beleg dafür, dass die Volksbank BraWo ein nachhaltiges zukunftsorientiertes Geschäftsmodell hat – und vor allem auch Mitarbeiter, denen ich für ihren Einsatz und ihr Engagement an dieser Stelle im Namen des gesamten Vorstands sehr herzlich danke“, so Brinkmann. „Gerade in Krisenzeiten zeigt sich, wie zeitgemäß der genossenschaftliche, regional ausgerichtete Ansatz im Bankgeschäft ist. Deshalb bin ich zuversichtlich, dass wir auch im laufenden Jahr, trotz der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen, an die guten Ergebnisse des letzten Jahres werden anknüpfen können“, erklärte Brinkmann.

Bei den Abstimmungen im Rahmen der Versammlung brachten die Vertreter ihre Unterstützung für die Geschäftspolitik des abgelaufenen Geschäftsjahres zum Ausdruck. Unter der Leitung des Aufsichtsratsvorsitzenden Torsten-Armin Kietzmann stellten sie den Jahresabschluss fest und entlasteten Vorstand sowie Aufsichtsrat jeweils einstimmig. Einigkeit zeigten die Vertreter auch bei den Wahlen zum Aufsichtsrat. Torsten-Armin Kietzmann, Uwe Horn und Niels Kielhorn wurden für drei weitere Jahre in das Kontrollgremium gewählt.