Die Starthilfe Wolfsburg erhielt für drei Jahre insgesamt 45.000 Euro Förderung aus dem walk4help

Wolfsburg, der 28.10.2021

Gesunde Ernährung steht in 21 Kindertagesstätten im Fokus

Drei Jahre lang stand gesunde Ernährung dank der Zuwendung von United Kids Foundations, dem Kindernetzwerk der Volksbank BraWo, im Fokus von 21 Kindertagesstätten in Wolfsburg. Mit insgesamt 45.000 Euro aus den beim Charity-Event „walk4help“ generierten Spenden wurde die Initiative „Starthilfe Wolfsburg“ gefördert. Im Rahmen des Projekts wurde für ausreichendes und gesundes Essen in 21 Kindertagesstätten in Wolfsburg gesorgt. Darüber hinaus wurden Lebensmittel gemeinsam mit den Kindern zubereitet und gegessen.

Die Wirkung des Projekts geht weit über den eigentlichen Förderzeitraum hinaus. Die frühkindlichen Erfahrungen sollen die Ernährungsgewohnheiten der Kinder langfristig und nachhaltig positiv beeinflussen. Zusätzlich sind auch die Eltern jeweils miteinbezogen worden, so dass Informationen über gesunde Ernährung auch die Familien gezielt erreicht haben.

„Wir freuen uns sehr, dass wir das Projekt unterstützen konnten. Der Ansatz passt hervorragend zu den Zielen von United Kids Foundations. Dazu zählen insbesondere auch Armutsbekämpfung, Integration und gesunde Ernährung. All diese Aspekte verbinden sich hier in hervorragender Art und Weise“, sagte Claudia Kayser, Direktionsleiterin der Volksbank BraWo in Wolfsburg und Botschafterin von United Kids Foundations, im Rahmen der symbolischen Scheckübergabe der letzten Rate über 15.000 Euro an die Initiative „Starthilfe Wolfsburg“ im Kinder- und Familienzentrum Martin Luther in Wolfsburg.

Mit dem von United Kids Foundations geförderten Projekt wurden in 21 Wolfsburger Kindertagesstätten insgesamt mehr als 1.500 Kinder erreicht. In das Programm waren insbesondere Einrichtungen aus sogenannten sozialen Brennpunkten mit einem hohen Anteil von Familien in prekären Lebenssituationen oder mit Migrationshintergrund aufgenommen worden. „Es ist erschreckend, dass in einer eigentlich wohlhabenden Stadt wie Wolfsburg jedes fünfte Kind von Armut betroffen ist. Wir danken der Volksbank BraWo Stiftung für ihre Unterstützung. Gesunde Ernährung ist der Kern unserer Initiative“, meinte Wilfried Krüger von der Initiative „Starthilfe Wolfsburg“, die einst auf Initiative des VW-Betriebsrats mit Unterstützung der Volkswagen AG und der Stadt Wolfsburg ins Leben gerufen wurde.

Das Kinder- und Familienzentrum Martin Luther hat sich im Rahmen des Projekts unter anderem ein Hochbeet angelegt, in dem die Kinder unter Anleitung selbst gesät, gepflanzt, gepflegt und vor allem geerntet haben. Zucchini, Paprika und vor allem Erdbeeren standen hoch im Kurs. „Vieles, was für die Mehrheit von uns völlig normal ist, kennen viele Eltern unserer Kinder nicht und können es demzufolge auch nicht an sie weitergeben. "Deswegen ist neben der Vermittlung an die Kinder auch beratende Elternarbeit ein wichtiger Bestandteil bei der Aufklärung über gesunde Ernährung“, erläuterte Marielle Warnecke, stellvertretende Leiterin des Kinder- und Familienzentrums Martin Luther, die Bandbreite des Projekts.

Sie bedauerte, dass wegen der Corona-Pandemie unter anderem gemeinsames Kochen, etwa tunesisch oder türkisch, nicht mehr möglich war. Immerhin seien die Eltern aber über digitale Informationen weiter beteiligt gewesen. So zum Beispiel beim Kochen von Apfelmus. „Die meisten unserer Kinder haben keinen eigenen Garten und wissen gar nicht, was man aus welchem Obst oder Gemüse kochen oder zubereiten kann. Darum ist die Aufklärung über gesunde Ernährung schon bei den Drei- bis Sechsjährigen so enorm wichtig. Wir sind dankbar, dass die Starthilfe Wolfsburg und die Volksbank BraWo mit dem Kindernetzwerk United Kids Foundations uns diese Möglichkeit eröffnet haben", sagte Marielle Warnecke stellvertretend für alle 21 geförderten Kindertagesstätten in Wolfsburg.

Beim „walk4help“ in Braunschweig kamen dank der großartigen Unterstützung von Privatpersonen, Vereinen und Unternehmen rund 1,2 Millionen Euro an Spendengeldern zusammen. Diese gingen zu 100 Prozent an Projekte, die sich gegen die Folgen der Kinderarmut in unserer Region einsetzen.