Jungfernfahrt der „Unity“

Braunschweig, der 17.08.2018

Braunschweigs Oberbürgermeister Ulrich Markurth taufte den United Kids Foundations-Kanadier mit Okerwasser und stieg anschließend zur Jungfernfahrt selbst ins Boot.

Monatelang hatten Phillipp Tkatz, Tim Holzcek, Tim Dietrich und Nils Schönowsky zusammen mit Projektleiter Markus Schultze an dem so besonderen Boot gearbeitet. Heute war für die vier Jungs der Lebenshilfe Salzgitter und natürlich auch für den Moderator der Kult-Veranstaltung Pop meets Classic endlich der große Moment: Ihr Boot wurde auf dem Vereinsgelände des RSV an der Oker auf den Namen „Unity“, was so viel heißt wie Einheit oder Geschlossenheit, getauft und anschließend erstmals zu Wasser gelassen.

„Alle, die am Bootsbau beteiligt waren, können heute wirklich stolz sein. Als wir im Herbst vergangenen Jahres anfingen, wussten wir nicht, ob wir es schaffen würden. Aber das Boot schwimmt und sieht super aus. Wir alle sind nach unzähligen Stunden Bauzeit heute sehr glücklich. Es war für uns alle eine große Herausforderung“, freute sich Markus Schultze über den gelungenen  Abschluss des United Kids Foundations-Projekts.

Schüler der Lebenshilfe bei der Bootstaufe dabei

Braunschweigs Oberbürgermeister Ulrich Markurth, selbst von früher Jugend an begeisterter Wassersportler und weiterhin aktives Mitglied in der Kanuabteilung des RSV, taufte nicht nur das Boot mit Okerwasser, sondern war gemeinsam mit Markus Schultze auch erster Passagier während der Jungfernfahrt des Kanadiers. Bei der Taufe mit dabei waren auch Carsten Ueberschär (Leiter der Direktion Braunschweig der Volksbank BraWo), Paul Kunze (Projektleiter Pop meets Classic) sowie Harry Albeck, bis vergangenes Schuljahr Leiter der Tom-Mutters-Schule, und Donald Cameron (Vorstandsmitglied der Lebenshilfe Salzgitter e.V.).

Das Boot war bereits beim Pop meets Classic-Konzert in der Volkswagenhalle Braunschweig am 28. April der heimliche Star. Dort war das Gerippe ausgestellt und wurde ausgiebig bewundert. Das United Kids Foundations-Boot wurde streng nach dem Vorbild der Inuit gebaut. Es gibt keinen einzigen Nagel und keine einzige Schraube in dem Boot. Alle Verbindungen werden durch Schnüre und Knoten gehalten. Die Außenhaut wurde aus sehr strapazierfähigem, getränktem Stoff geschneidert.

Kanadier entstand in sechsmonatiger Handarbeit

Das eigentlich Besondere an dem Kanadier sind aber vor allem die Handwerker, die es gebaut haben. Die vier Jungs der Lebenshilfe Salzgitter haben sechs Monate lang jede Woche donnerstags unter der Anleitung von Markus Schultze daran gehämmert, gesägt und gefeilt. „Wenn jeder das leistet, was er am besten kann, dann kommt so ein wunderschönes Ergebnis heraus.  So sollte ja grundsätzlich auch unsere Gesellschaft funktionieren. Das Boot ist ein mutmachendes Beispiel“, sagte Braunschweigs Oberbürgermeister Ulrich Markurth während der Taufe. Anschließend paddelte er in dem Boot mit großem Vergnügen auf der Oker.

Das ungewöhnliche Konzept kam im Zusammenhang mit der Kult-Veranstaltung Pop meets Classic zustande, deren Sponsor die Volksbank BraWo ist. Die Verbindung des Konzerts zur Volksbank BraWo sollte durch ein gemeinsames Projekt weiter gestärkt werden. Paul Kunze, Projektleiter für Pop meets Classic bei der Veranstaltungsagentur undercover, wusste, dass Markus Schulze einst eine Tischlerlehre begonnen und bereits privat einen ähnlichen Kanadier gebaut hatte. Durch den Bootsbau ist Markus Schultze überzeugter United Kids Foundations-Botschafter geworden.

Beim Bootsbau fürs Leben gelernt

„Das Projekt passt perfekt zum Anliegen von United Kids Foundations. Wir wollen die Zukunft von Kindern und Jugendlichen nachhaltig verbessern. Die vier Jungs der Tom-Mutters-Schule haben beim Bootsbau viel mehr geschafft, als sie sich zugetraut hatten. Davon werden sie langfristig profitieren“, meinte Carsten Ueberschär, Leiter der Direktion Braunschweig der Volksbank BraWo.

Der Kanadier macht eindrucksvoll aufmerksam auf das Anliegen von United Kids Foundations, die Lebenschancen für die Kinder unserer Region zu verbessern. Die vier Jungs der Tom-Mutter-Schule Salzgitter jedenfalls werden von dem Bootsbau-Projekt erheblich profitieren. Sie haben gelernt, dass sie viel mehr können, als sie sich anfangs selbst zugetraut hatten. Das macht ihnen noch mehr Mut fürs Leben!

Videos von der Bootstaufe