Entwicklung der VB BraWo

2. ENTWICKLUNG DER VOLKSBANK EG BRAUNSCHWEIG WOLFSBURG

GeschäftsentwicklungBerichtsjahr
TEUR
2016
TEUR
2015
TEUR
2014
TEUR
2013
TEUR
Bilanzsumme3.436.206,003.248.362,003.083.470,002.838.826,002.704.742
Außerbilanzielle Geschäfte *)438.342,00411.303,00422.460,00344.102,00311.062

*) Hierunter fallen die Posten unter dem Bilanzstrich 1 (Eventualverbindlichkeiten), 2 (Andere Verpflichtungen) und Derivategeschäfte

Die Bilanzsumme ist abermals, auch im Vergleich zu anderen Kreditgenossenschaften und regionalen Mitbewerbern, überdurchschnittlich um TEUR 187.844 (+5,8 %) gewachsen. Dieses Wachstum wurde auf der Aktivseite wesentlich durch die Zuwächse beim Kundenkreditgeschäft sowie einer regen Investitionstätigkeit in Immobilien bewirkt. Das Mehr an Kundenkrediten konnte durch vermehrte Kundeneinlagen bedient werden. Der Anteil des Kreditgeschäfts mit 71,8 % an der Bilanzsumme blieb im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant.

Im Bereich der außerbilanziellen Geschäfte gab es Veränderungen gegenüber dem Vorjahr. Sowohl die Bürgschaften als auch die Kreditzusagen wiesen erkennbare Anstiege aus und untermauern nachhaltig die robuste Konjunktur und Investitionsbereitschaft in unserer Region. Auch Devisentermingeschäfte wurden wieder stärker nachgefragt.

AktivgeschäftBerichtsjahr
TEUR
2016
TEUR
2015
TEUR
2014
TEUR
2013
TEUR
Kundenforderungen2.468.382,002.331.612,002.273.900,002.189.555,002.000.917
Wertpapieranlagen402.906,00370.100,00318.328,00304.958,00279.920
Forderungen an Banken102.477,00164.122,00197.675,0080.250,00186.273
Barreserve75.596,00123.308,0063.348,00112.311,00101.706

Das Plus mit TEUR 136.770 bei den Kundenforderungen liegt mit 5,9 % im Durchschnitt des Kreditwachstums aller Kreditgenossenschaften. Unternehmenskredite haben dieses Geschäftsfeld sogar stärker belebt als Kredite an Privatpersonen. Bei diesen ist der Trend zum günstigen Wohnungsbaukredit nochmals deutlicher ausgefallen als im Vorjahr. Auch bei den Laufzeitbändern ist der seit Jahren anhaltende Trend zur längerfristigen Finanzierung mit einer Bindung von über fünf Jahren ungebrochen.

Innerhalb der Eigenanlagen gab es deutliche Umschichtungen. Getrieben von aufsichtsrechtlichen Restriktionen erfolgten verstärkt Anlagen in Papieren öffentlicher Emittenten und vergleichbarer Fondsanlagen zu Lasten der Interbankeneinlagen und der Barreserve. Aber auch die Ausweitung unserer Investitionstätigkeit sorgte für den Abbau der beiden letztgenannten Positionen.

PassivgeschäftBerichtsjahr
TEUR
2016
TEUR
2015
TEUR
2014
TEUR
2013
TEUR
Bankenrefinanzierungen459.300,00383.183,00470.511,00383.574,00419.996
Kundengelder2.557.037,002.480.612,002.247.146,002.107.917,001.956.041
Spareinlagen394.850,00413.807,00413.189,00430.071,00412.543
täglich fällige Einlagen2.082.784,001.935.037,001.741.138,001.533.538,001.412.092
Einlagen mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist79.403,00131.768,0092.819,00144.308,00131.406

Der merkliche Anstieg der Bankenrefinanzierungen um TEUR 76.117 (+19,9 %) ist fast ausschließlich auf neue Globaldarlehen für Immobilienfinanzierungen zurückzuführen. Hier galt es, die günstige Zinssituation für die längerfristige Kalkulation der Investments zu sichern. In geringerem Umfang haben in diesem Segment auch die Einzelrefinanzierungen im Förderkreditgeschäft für unsere Kunden zugenommen

Im Vergleich zum Vorjahr sind die Kundeneinlagen um TEUR 76.425 (+3,1 %) angestiegen. Deutliche Zuflüsse in Höhe von TEUR 147.747 (+7,6 %) gab es aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase bei den täglich fälligen Einlagen. Die Einlagen mit vereinbarter Laufzeit sind mit einem Minus von TEUR 52.365 im Vergleich zum Vorjahr deutlich rückläufig (-39,7 %). Davon ist insbesondere das Produkt Kündigungsgeld (- TEUR 41.735) betroffen. Diese Entwicklung zeigt sich gleichermaßen bei den Spareinlagen. Hier ist ein Rückgang um TEUR 18.957 (-4,6 %) zu verzeichnen. Unsere beliebten, an die Entwicklung eines Index gekoppelten Geldmarktprodukte, wiesen in diesem Jahr erstmals einen leichten Rückgang (-1,7 %) auf. Diese Entwicklung wurde ausgelöst durch die Schließung dieser Produkte für Neueröffnungen.

DienstleistungsgeschäftBerichtsjahr
TEUR
2016
TEUR
2015
TEUR
2014
TEUR
2013
TEUR
außerbilanzielles Kundenwertvolumen2.607.003,002.566.857,002.256.022,002.038.837,001.821.996
Anlagen in Wertpapierdepots731.684,00822.987,00642.204,00579.691,00539.539
Fondsanlagen bei Union Investment400.472,00389.664,00370.863,00343.889,00314.970
Anlagen bei der DZ Privatbank133.689,00102.258,0085.394,0081.616,0057.536
Guthaben bei der Bausparkasse Schwäbisch Hall195.452,00185.095,00177.487,00171.267,00158.912
Rückkaufswerte Versicherungen R+V215.127,00208.790,00210.409,00204.974,00204.839
Sonstiges vermitteltes Anlagevolumen 122.296,00104.290,00102.048,0098.024,0093.120
Vermittltungen im Kreditgeschäft *)808.283,00753.773,00667.617,00559.376,00453.080

Das betreute Kundenwertvolumen legte leicht um TEUR 40.146 zu. Mit einem Plus von 1,6 % reichte dies jedoch nicht an das Bilanzsummenwachstum heran. Dies ist auch ein Ausdruck dafür, dass der Fokus eher auf das bilanzwirksame Geschäft gerichtet war.

Der Rückgang bei den Anlagen in Wertpapierdepots ist ausschließlich auf die Verlagerung des Investments eines Großanlegers zurückzuführen. Bereinigt um diesen Einmaleffekt sind die Depotanlagen – auch begünstigt durch die positive Börsenentwicklung – deutlich angewachsen. In der merklichen Aufwärtsentwicklung der Anlagen bei der DZ Privatbank drückt sich die effektive Zusammenarbeit mit der Braunschweiger Privatbank aus. Auch die sonstigen Anlagen wiesen Zuwächse aus – besonders getrieben von den Vermittlungen zu DG Anlage. Damit wurde das rückläufige Volumen von Containerinvestments überkompensiert, deren Vermittlung wir eingestellt haben.

Das Geschäft mit Bausparverträgen brachte einen spürbaren Anstieg von TEUR 10.357 (+5,6 %). Trotz niedriger Zinsen ist diese Sparform für viele Privatkunden wieder eine geschätzte Option, Reserven für künftige Wohnrauminvestitionen zu schaffen.

Die Rückkaufswerte von Versicherungen bei der R+V entwickelten sich erfreulich positiv. So betrug das Plus TEUR 6.337 (+3,0 %). Die Diskussionen um sinkende Garantieverzinsungen ebbten ab, und das Bewusstsein, Vorsorge auch für die Alterssicherung betreiben zu müssen, belebten dieses Geschäftsfeld.

Kreditwünsche unserer Kunden durch die Vermittlung adäquater Finanzierungen unserer Verbundpartner zu bedienen, zeigt seit einigen Jahren einen steten Aufwärtstrend. Die Steigerungsrate war hier mit einem Zuwachs von TEUR 54.510 (+7,2 %) etwas stärker als bei Finanzierungen aus Eigenmitteln. Innerhalb dieses Segments gibt es jedoch Unterschiede. LUX-Kredite sowie Verträge mit der R+V, der WL Bank und der Münchner Hypothekenbank waren gut nachgefragt. Dagegen wurden getilgte Kredite bei der DG HYP und der DZ BANK nicht in gleichem Umfang durch neue ersetzt.

Beteiligungen und InvestitionenBerichtsjahr
TEUR
2016
TEUR
2015
TEUR
2014
TEUR
2013
TEUR
Gesamt367.568,00245.820,00216.902,00138.160,00120.797
Beteiligungen, Geschäftsguthaben und Anteile an verbundenen Unternehmen125,88115,0190,7987,9273
Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen241.691,00130.813,00126.114,0050.244,0048.226

Die Erhöhung des Buchwerts bei den Beteiligungen resultiert aus der Einbringung der Aktien der NGB AG in die neu gegründete NGB AG & Co. KG. Hierbei wurden stille Reserven in Höhe von TEUR 9.102 offengelegt. Ferner gab es insgesamt fünf Neugründungen von Tochtergesellschaften. Hier ist als wesentlich die Volksbank BraWo Immobilienleasing GmbH mit einem Stammkapital von TEUR 1.500 zu nennen.

Im Bereich der Sachanlagen haben wir erhebliche Investitionen in Immobilien und hier vor allem in Gewerbeimmobilien getätigt. Als wesentliche Projekte mit einem Gesamtvolumen von TEUR 116.047 sind die Folgenden aufzuzählen:

  • in Braunschweig, Bohlweg,
  • in Braunschweig, Stöckheimer Markt,
  • in Wolfsburg, Porschestraße,
  • in Wolfsburg, Allesandro-Volta-Straße,
  • in Weinheim, Bergstraße,
  • in Braunschweig die Fertigstellung des Lilienthalhauses.

Weitere Veränderungen ergaben sich durch planmäßige Ersatzinvestitionen für Betriebs- und Geschäftsausstattungen sowie planmäßige Abschreibungen auf die gesamten Sachanlagen.

Personal- und Sozialbereich

Personalkennzahlen

Die Volksbank BraWo ist seit vielen Jahren ein verlässlicher und attraktiver Arbeitgeber in der Region. Zum 31.12.2017 beschäftigten wir 771 Mitarbeiter. Auch im Geschäftsjahr 2017 haben wir, analog zu unserer Unternehmensstrategie, die Errichtung neuer Geschäftsfelder konsequent vorangetrieben. Dem Erfolg Rechnung tragend, haben wir den Personalbestand unserer Tochtergesellschaften erneut deutlich ausgebaut. Der Anteil der teilzeitbeschäftigten Mitarbeiter liegt weiterhin auf einem hohen Niveau. Unseren Mitarbeitern ermöglichen wir dadurch, Beruf und Familie harmonisch in Einklang zu bringen. Die bemerkenswert hohe Zahl von Mitarbeitern, die auf eine lange Betriebszugehörigkeit zurückblicken können, bestätigt uns in unserer Personalpolitik. Die Altersstruktur der Mitarbeiter der Volksbank BraWo liegt mit einem durchschnittlichen Alter von 43 Jahren in einem stabilen Bereich. Der Anteil unserer weiblichen Beschäftigten überwiegt mit 60 % gegenüber dem der männlichen. Die Fluktuationsquote der Volksbank BraWo ist unverändert sehr gering.

Personalpolitik

Die aufsichtsrechtlichen, administrativen und gesetzlichen Anforderungen an Kreditinstitute haben sich in den vergangenen Jahren stetig erhöht. Diesen Ansprüchen haben wir auch in 2017 fachlich und personell Rechnung getragen. Das Geschäftsjahr war insbesondere geprägt durch die bankweite Einführung eines neuen IT-Systems. Infolge außerordentlich umfangreicher Schulungsmaßnahmen (2.034 Schulungstage) ist auch diese Einführung sehr erfolgreich verlaufen.

Eine weitere Herausforderung stellte die zum 3. Januar 2018 in Kraft tretende Richtlinie Markets in Financial Instruments Directive (MiFID II) dar. Mit MiFID II führt der Gesetzgeber in ganz Europa neue Regelungen ein, die einheitliche Vorgaben für Wertpapierkäufe schaffen sollen. Damit unsere Berater für die neuen Anforderungen qualifiziert sind, fanden im vergangenen Geschäftsjahr auch zu diesem Thema umfangreiche Weiterbildungen statt.

Unsere Mitarbeiter, die die persönlichen Beziehungen zu unseren Kunden gestalten, stellen für uns den entscheidenden Unterschied im Wettbewerb dar. Daran haben wir unsere Qualifizierungsmaßnahmen auch im vergangenen Geschäftsjahr ausgerichtet. Stetiges und intensives Training sichert die hervorragende Beratungsqualität unseres Hauses nachhaltig. Insgesamt haben wir die Schulungstage im Rahmen unserer gezielten Personalentwicklungs- und Qualifizierungsmaßnahmen im Jahr 2017 gegenüber dem Vorjahr um 65 % auf 4.154 Schulungstage erhöht. Dazu gehörten auch externe und interne Seminare, individuelle Coachings sowie Trainings am Arbeitsplatz.

Sonderleistungen

Unverändert besteht bei uns, neben diversen anderen übertariflichen Leistungen, eine betriebliche Vereinbarung für eine leistungsorientierte Vergütung. Diese wird ergänzend zur tariflich fixierten Vergütung, gemessen am Vorjahreserfolg der Bank, allen Mitarbeitern gezahlt, die zu diesem Ergebnis beigetragen haben. Zusätzlich haben die Mitarbeiter die Möglichkeit, über die Mitarbeiterkapitalbeteiligung Geschäftsguthaben aufzubauen und damit am künftigen Erfolg der Bank zu partizipieren. Da auch die persönliche Altersvorsorge zunehmend wichtiger wird, unterstützen wir unsere Mitarbeiter hierbei mit dem Abschluss von kapitalbildenden Direktversicherungen. Des Weiteren beinhaltet unsere Betriebsvereinbarung für freiwillige soziale Leistungen unter anderem Sonderurlaubstage zu persönlichen Anlässen und Zuschüsse zu gesundheitlichen Maßnahmen.

Vorgesetzten-Feedback

Die Volksbank BraWo lebt eine offene Kommunikation. Unter anderem werden regelmäßig Vorgesetzten-Feedbacks durchgeführt, so auch in 2017. In diesem Rahmen erhalten die Mitarbeiter die Möglichkeit, ihrem direkten Vorgesetzten ein qualifiziertes und umfassendes Feedback zu seinem Führungsverhalten zu geben. Kerngedanke des Vorgesetzten-Feedbacks ist, Führungskräften hiermit zu einer besseren Einschätzung ihres eigenen Verhaltens zu verhelfen sowie gegebenenfalls konkrete Hinweise zur Anpassung ihres Führungsverhaltens zu geben. Zusammenfassend betrachtet, wird das Auftreten unserer Führungskräfte in dieser Hinsicht von unseren Mitarbeitern geschätzt, was uns in deren intensiver Aus- und Weiterbildung bestärkt und in der Personalauswahl bestätigt.

Neues Konzept zur digitalen Qualifizierung

Digitalisierung steht wohl wie kaum ein anderer Begriff als Synonym für die zukünftigen Veränderungen der Arbeitswelt. Diese Thematik beschäftigt uns schon mehrere Jahre. So wurde zum Beispiel bereits vor Jahren für die gesamte Ablage ein digitales Archiv eingeführt, wir praktizieren zudem den Ansatz des papierarmen Büros. Um auch die künftigen Möglichkeiten optimal zu nutzen und unsere Kunden bestmöglich beraten zu können, stellen wir sicher, dass jeder Mitarbeiter der Volksbank BraWo seiner Funktion entsprechende Kenntnisse in diesen Bereichen mitbringt. Zu diesem Zweck haben wir uns eingehend mit diesem Thema beschäftigt. Unter dem Titel „Digitaler Führerschein“ hat der Azubi-Jahrgang 2015 ein umfassendes Schulungskonzept erarbeitet. Dazu zählen Themenbereiche wie beispielsweise elektronischer Vertrieb, Online-Geschäfte und die Kommunikation in sozialen Netzwerken.

Weitere nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Die Volksbank BraWo lebt eine offene Kommunikation. Unter anderem werden regelmäßig Vorgesetzten-Feedbacks durchgeführt, so auch in 2017. In diesem Rahmen erhalten die Mitarbeiter die Möglichkeit, ihrem direkten Vorgesetzten ein qualifiziertes und umfassendes Feedback zu seinem Führungsverhalten zu geben. Kerngedanke des Vorgesetzten-Feedbacks ist, Führungskräften hiermit zu einer besseren Einschätzung ihres eigenen Verhaltens zu verhelfen sowie gegebenenfalls konkrete Hinweise zur Anpassung ihres Führungsverhaltens zu geben. Zusammenfassend betrachtet, wird das Auftreten unserer Führungskräfte in dieser Hinsicht von unseren Mitarbeitern geschätzt, was uns in deren intensiver Aus- und Weiterbildung bestärkt und in der Personalauswahl bestätigt.

Sonstige wichtige Vorgänge im Geschäftsjahr

Die im Geschäftsjahr 2016 begonnene steuerliche Außenprüfung ist im Berichtszeitraum weiterhin nicht abgeschlossen. Die Prüfungsanordnungen erfolgten auch für die Volksbank Peine eG. Der Prüfungszeitraum umfasst die Geschäftsjahre 2010 bis 2016. Eventuelle Ergebnisauswirkungen sind unverändert noch nicht absehbar

In 2017 haben wir die folgenden Veränderungen an unserem Geschäftsstellennetz vorgenommen:

  • Aus der Präsenzgeschäftsstelle Wolfsburg Drömling Center wurde eine SB-Geschäftsstelle.
  • Die Geschäftsstellen Peine Bahnhofstraße und Am Markt wurden Am Markt zusammengelegt.
  • Die SB-Geschäftsstelle Schandelah und der GAA-Standort Gifhorn Campus Klinikum wurden geschlossen.

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