Lagebericht

Geschäftsverlauf

Darstellung der Lage

Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Volksbank eG Braunschweig Wolfsburg.

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Voraussichtliche Entwicklung (Prognosebericht)

Die deutsche Wirtschaft setzt den kräftigen Aufschwung im laufenden Jahr fort. Nachdem im zweiten Halbjahr 2017 ein ähnlich hohes BIP-Wachstum wie in der ersten Jahreshälfte erzielt wurde, zeichnet sich auch ein guter Start ins neue Jahr ab. Insbesondere die deutsche Wirtschaft sieht daher mit Zuversicht dem Jahr 2018 entgegen. Positive Impulse für die Konjunktur kommen nach wie vor von einer lebhaften Nachfrage aus dem Ausland, von der ausgesprochen positiven Konsumneigung sowie von der ausgezeichneten Lage am Arbeitsmarkt. Vor diesem Hintergrund wurde die Wachstumsprognose für Deutschland durch die Bundesbank deutlich erhöht: Die im Juni 2017 vorgelegte Prognose mit Wachstumsraten von 1,7 % in 2018 wurde auf 2,5 % korrigiert.

Die EZB wird sich im kommenden Jahr verstärkt auf die Brexit-Planungen der Banken konzentrieren. Weitere Themen bei der Aufsicht werden unter anderem die Geschäftsmodelle der Banken, die Treiber ihrer Ertragskraft sowie ihre Kreditrisiken sein. Ihren Kurs der extrem lockeren Geldpolitik wird die EZB in 2018 aller Voraussicht nach weiter fortsetzen. Der Leitzins wird unverändert auf dem Rekordtief von 0,0 % verbleiben. Nach Einschätzung der Notenbank dürfte es noch Jahre dauern, bis das Inflationsziel von 2,0 % im Euroraum erreicht ist. Die Käufe der Staats- und Unternehmensanleihen wurden bis mindestens Ende September 2018 verlängert, wobei das Volumen ab Januar 2018 auf 30 Milliarden Euro halbiert wurde.

Für die Banken in Deutschland besteht auch in 2018 die Herausforderung, ihre Geschäftsmodelle an die aktuellen Rahmenbedingungen anzupassen. Das anhaltende Niedrigzinsumfeld, das die Ertragsschwäche vieler deutscher Institute zu Tage treten lässt, die nach der Finanzkrise angestoßene, aber noch nicht abgeschlossene globale Regulierung, die auch in Deutschland weiter einen erheblichen Umsetzungsaufwand generiert, sowie die fortschreitende Digitalisierung als Anpassung an ein verändertes Kundenverhalten prägen auch 2018 die Situation der Bankenbranche.

Unabhängig von diesen Herausforderungen werden wir uns mit unserem bewährten Geschäftsmodell strategisch weiter auf unsere Kernzielgruppen konzentrieren und mit marktgerechten Konditionen, attraktiven Produkten und einer kompetenten Beratung unsere gute Marktposition ausbauen. Im Kundengeschäft rechnen wir daher in den nächsten zwei Jahren aufgrund der stabilen Wirtschaftsstruktur in unserem Geschäftsgebiet mit einem weiteren Wachstum von zwei bis vier Prozent. Im Kreditgeschäft wird der Nachfrageschwerpunkt fortdauernd bei langfristigen Finanzierungen liegen. Im Einlagengeschäft konzentriert sich der Anlageschwerpunkt auf kurzfristige Laufzeiten. Im Wertpapier- und im übrigen Dienstleistungsgeschäft gehen wir davon aus, dass sich die Nachfrage in den nächsten zwei Jahren leicht steigend entwickeln wird. Im Wertpapiergeschäft setzen wir auf unseren kundenorientierten Beratungsansatz und gehen hierbei von Umsatzsteigerungen aus. Von dem weiterhin bestehenden Bedarf nach sicheren Anlageformen werden die Vermittlung von Versicherungen, Immobilien und das Bauspargeschäft aus unserer Sicht weiter profitieren.

Die Ertragslage der Bank wird in den Geschäftsjahren 2018 und 2019 weiterhin von dem Niedrigzinsumfeld geprägt sein. Auf Basis der bankeigenen Zinsprognose wird 2018 und 2019 von einem leicht rückläufigen Ergebnisbeitrag aus dem zinsabhängigen Kundengeschäft ausgegangen. Dieser Ergebniseffekt wird allerdings durch die steigenden Gewinnausschüttungen aus unseren Beteiligungen und Tochtergesellschaften deutlich überkompensiert, so dass in den nächsten Jahren mit einem weiter steigenden Zinsüberschuss geplant wird.

Das Provisionsergebnis, das sich aus den Erträgen der Wertpapiervermittlung, des übrigen Vermittlungsgeschäfts und des Zahlungsverkehrs zusammensetzt, wird 2018 und 2019 voraussichtlich weiter steigen. Hierin spiegelt sich auch unsere strategische Ausrichtung wider, angesichts der Zinssituation verstärkt die Vermittlung von Wertpapieren, von Versicherungen sowie von Krediten an unsere Partner der Genossenschaftlichen FinanzGruppe auszubauen.

Beim Personalaufwand wird in den nächsten beiden Jahren von einem nahezu gleichbleibenden Niveau ausgegangen. Durch die Fortsetzung der geplanten Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen sowie den notwendigen Investitionen aufgrund des technologischen Wandels in der Finanzdienstleistungsbranche werden sich die sonstigen Verwaltungsaufwendungen allerdings leicht erhöhen. Wo sinnvolle Einsparpotenziale bestehen, werden diese aber konsequent genutzt.

In der Gesamtbetrachtung planen wir für die Folgejahre mit höheren Betriebsergebnissen vor Bewertung. Von nennenswerten Risikobelastungen gehen wir aktuell nicht aus, so dass sich das Bewertungsergebnis auf Höhe der Vorjahre bewegen dürfte.

Vor diesem Hintergrund werden die geplanten Jahresüberschüsse in den kommenden Jahren weiterhin auf einem überdurchschnittlichen Niveau liegen. Dies wird eine weitere, den steigenden Anforderungen entsprechende Aufstockung der Eigenmittel erlauben. Von einer geordneten Finanzund Liquiditätslage gehen wir zukünftig weiterhin aus.

Chancen im Hinblick auf den erwarteten Geschäfts- und Ergebnisverlauf sehen wir, wenn sich die Konjunktur und die Entwicklung an den Börsen besser entwickelt als unterstellt. Dann ist mit einer deutlich stärkeren Kreditnachfrage, höheren Wertpapierumsätzen und damit einhergehenden positiven Ergebnissteigerungen zu rechnen.

Risiken ergeben sich, wenn es zu einer unerwarteten allgemeinen Abschwächung der Konjunktur kommt, bzw. die regionale Wirtschaft deutlich ins Stocken gerät. Dann sinkt die Kreditnachfrage, es kommt zu einem Anstieg der Insolvenzen, der Arbeitslosenquote und damit perspektivisch auch zu steigenden Kreditausfällen. Die Ergebnislage verschlechtert sich zudem, falls es zu deutlichen Verwerfungen an den Finanzmärkten kommen sollte. Die aufgeführten Risiken werden jedoch als nicht bestandsgefährdend angesehen.

Angesichts der sehr soliden Vermögens- und Ertragslage sowie unserer regionalen Marktkenntnis und stabilen Marktposition sehen wir uns für die
Zukunft gut gerüstet und erwarten, unsere positive Entwicklung in den kommenden Jahren weiter fortsetzen zu können.

Abschließend möchten wir darauf hinweisen, dass – soweit wir vorstehend Prognosen und Erwartungen geäußert haben oder unsere Aussagen die Zukunft betreffen – die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen hiervon abweichen können.

Erklärung zur Unternehmensführung

Anlage – Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit nach § 21 EntgTranspG

Nichtfinanzielle Berichterstattung