Vermögenslage

Das bilanzielle Eigenkapital sowie die Eigenmittelausstattung und Solvabilität gemäß § 10 KWG (bis 2013) bzw. Eigenmittelausstattung und Kapitalquoten (ab 2014) haben sich in den letzten fünf Jahren wie folgt entwickelt:

Eigenmittel, KapitalquotenBerichtsjahr
TEUR
2016
TEUR
2015
TEUR
2014
TEUR
2013
TEUR
Eigenkapital laut Bilanz 1)382.692,00349.710,00328.518,00309.654,00293.741
Haftendes Eigenkapital 2)--------267.457
Eigenmittel (Art. 72 CRR) 3)397.199,00380.447,00308.895,00292.570,00--
Solvabilitätskennziffer 2)-- %-- %-- %-- %13.50%
Harte Kernkapitalquote 3) 4)12.30%12.50%11.60%11.70%-- %
Kernkapitalquote 3) 4)12.30%12.50%11.60%11.70%-- %
Gesamtkapitalquote 3)14.00%14.60%13.10%13.20%-- %

1) Hierzu zählen die Passivposten 11 (Fonds für allgemeine Bankrisiken) und 12 (Eigenkapital) 2) bis 2013 3) ab 2014
4) Übergangsregelung nach Art. 465 CRR für 2014 – die Vorjahreswerte bis 2015 enthalten ausschließlich die Eigenmittel der übernehmenden Bank

Angemessene Eigenmittel, auch als Bezugsgröße für eine Reihe von Aufsichtsnormen, bilden neben einer stets ausreichenden Liquidität die unverzichtbare Grundlage einer soliden Geschäftspolitik. Die vorgegebenen Anforderungen der CRR und des KWG wurden von uns im Geschäftsjahr 2017 jederzeit eingehalten.

Nach Dotierung der Rücklagen aus der Ergebnisverwendung 2016 und ohne die Neudotierung des Fonds für allgemeine Bankrisiken beträgt unser Kernkapital 347,5 Millionen Euro; das sind 10,1 % der Bilanzsumme.

Nach unserer Unternehmensplanung ist von einer Einhaltung der Kapitalquoten bei dem erwarteten Zuwachs des Geschäftsvolumens sowie durch die geplanten Rücklagenzuführungen und die vorgesehene Einwerbung von Geschäftsguthaben auch zukünftig auszugehen.

Kundenforderungen

Die durch die Vertreterversammlung festgesetzten Kredithöchstgrenzen für einzelne Kreditnehmer sowie die Kreditvorschriften der CRR wurden während des gesamten Geschäftsjahrs 2017 eingehalten. Durch unsere Liquiditätsplanung konnten wir allen vertretbaren und berechtigten Kreditwünschen unserer Kunden nachkommen. Der Anteil des Kundenkreditgeschäfts am gesamten durchschnittlichen Geschäftsvolumen beträgt zum Bilanzstichtag 78,1 %. Die Kundenforderungen verteilen sich zu 49,4 % auf gewerbliche Kunden, zu 47,3 % auf Privatkunden und zu 2,3 % auf sonstige Kunden (z. B. öffentliche Haushalte etc.).

In der Größenklassengliederung mit den Krediten über TEUR 500 - TEUR 2.500, mit den Krediten über TEUR 2.500 - TEUR 5.000 sowie den Krediten über TEUR 5.000 machen diese zusammen 56,9 % des gesamten Kundenkreditvolumens aus.

Die Streuung der gesamten Kundenforderungen ist weiterhin sehr ausgewogen. Der Anteil der Blankoanteile hat sich erhöht, birgt aufgrund der Bonität der Kreditnehmer aber kein erhöhtes Risiko in sich.

Bei den Firmenkrediten haben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr innerhalb der Branchenstruktur nur geringe Veränderungen ergeben. Aufgrund der regionalen Wirtschaftsstruktur entfallen wesentliche Teile unseres Kreditvolumens auf den Dienstleistungssektor. Durch die enge Überwachung und Begleitung unserer Kreditnehmer halten wir die eingegangenen Risiken für vertretbar. Insgesamt ist ein gewisses Klumpenrisiko aus der Abhängigkeit der gesamten Region von der wirtschaftlichen Entwicklung der Volkswagen AG unvermeidlich. Diese Entwicklung wird von uns laufend und intensiv beobachtet. Negative Auswirkungen durch ‚Dieselgate‘ auf unsere Kundenengagements sind derzeit nicht erkennbar.

Unsere Kundenforderungen haben wir auch zum Jahresende 2017 mit der gewohnten Vorsicht bewertet. Die für akute und latente Risiken in angemessener Höhe gebildeten Einzel- und Pauschalwertberichtigungen sowie die Vorsorgereserven wurden von den entsprechenden Aktivposten abgesetzt. Der Umfang der Forderungen mit erhöhten latenten Risiken und die aktuelle konjunkturelle Entwicklung stehen im Einklang mit der Risikotragfähigkeit der Bank.


Wertpapieranlagen

Die Wertpapieranlagen der Genossenschaft setzen sich wie folgt zusammen:

WertpapieranlagenBerichtsjahr
TEUR
2016
TEUR
2015
TEUR
2014
TEUR
2013
TEUR
Anlagevermögen166.738,00160.883,00116.499,0064.101,0024.987
Liquiditätsreserve236.168,00209.218,00201.828,00240.857,00254.933

Wir betrachten das Eigenanlagengeschäft im Wesentlichen als Ergänzung zu unserem ausgeprägten Kundenkreditgeschäft und haben uns hier entsprechend konservativ aufgestellt. Im Bestand sind daher im Wesentlichen Papiere aus dem Bereich „Investment Grade“ bzw. risikoaverse Fondsanlagen. Anlagen mit einem Rating von BB sind auf fünf Millionen Euro je Emittent beschränkt.

Im Kundengeschäft wurden nur Derivategeschäfte im Bereich der Devisentermingeschäfte und Stillhalterpositionen für EUREX-Optionen abgeschlossen. Hierzu bestehen jeweils entsprechende Gegengeschäfte mit der DZ BANK. Der Jahresschlussbestand ist von untergeordneter Bedeutung.


Derivategeschäfte

Im Kundengeschäft wurden grundsätzlich nur Derivategeschäfte im Bereich der Devisentermingeschäfte und Stillhalterpositionen für Eurexoptionen abgeschlossen. Hierzu bestehen jeweils entsprechende Gegengeschäfte mit der DZ BANK. Der Jahresschlussbestand ist von untergeordneter Bedeutung.

Mitgliedschaft in der Sicherungseinrichtung des BVR

Zur Erfüllung von § 1 EinSiG i. V. m. § 1 Abs. 3d Satz 1 KWG gehört die Bank dem BVR Institutssicherung (BVR-ISG-Sicherungssystem) an. Das BVR-ISG Sicherungssystem ist eine Einrichtung der BVR Institutssicherung GmbH, Berlin (BVR-ISG), die als amtlich anerkanntes Einlagensicherungssystem gilt. Daneben ist unsere Genossenschaft der Sicherungseinrichtung des Bundesverbands der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e. V. (BVR-SE) angeschlossen, die aus dem Garantiefonds und dem Garantieverbund besteht. Die BVR-SE ist als zusätzlicher, genossenschaftlicher Schutz parallel zum BVR-ISG Sicherungssystem tätig.

Zweigniederlassungen

Die Genossenschaft unterhält die folgenden Zweigniederlassungen:

  • Braunschweiger Privatbank
  • Volksbank Gifhorn
  • Volksbank Peine
  • Volksbank Salzgitter
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