Die wichtigsten Versicherungen beim Hausbau

Vor, bei und nach dem Hausbau lauern zahlreiche Risiken. Versicherungen können diese zwar nicht ausschalten, aber zumindest die finanziellen Folgen abdecken. Erfahren Sie hier, welche Versicherungen beim Bau elementar wichtig sind und welche eine sinnvolle Ergänzung darstellen können. 

Welche Versicherungen beim Hausbau wichtig sind

Finanzielle Absicherung gegen mögliche Risiken beim Bau

„Die Kosten für die wichtigsten Policen sind im Vergleich zu den gesamten Baukosten gering. So sorgen Sie dafür, dass die Immobilie abgesichert ist und das gesamte Vorhaben im Schadensfall nicht scheitert“, erklärt Gerrit Siewert, Leiter Versicherungen bei der Volksbank BraWo. Für Privatkunden bietet die R+V den idealen Versicherungsschutz:

  • Die Bauleistungsversicherung schützt vor den Kosten, die durch unvorhergesehene Beschädigung oder Zerstörung entstehen können. Beispiel: Eine Rohrleitung ist undicht und setzt das frisch verlegte Parkett unter Wasser.
  • Die Bauherren-Haftpflichtversicherung deckt Schadenersatzansprüche Dritter ab. Beispiel: Ein Spaziergänger wird durch einen vom Gerüst herabfallenden Farbeimer verletzt.
  • Die Feuerrohbauversicherung ist der Schutz für noch nicht bezugsfertige Gebäude bei Schäden durch Brand, Blitzschlag oder Explosion. Beispiel: Durch Funkenflug bei Schweißarbeiten gerät Styropor in Brand und der Dachstuhl fängt Feuer.
  • Wenn Sie ins Haus eingezogen sind, ist keine Feuerrohbauversicherung mehr nötig, dafür aber die Wohngebäudeversicherung. Sie tritt bei Schäden durch Feuer, Leitungswasser, Rohrbruch und Sturm in Kraft. Diese lässt sich noch um einen Schutz vor Elementarschäden wie Überschwemmung durch Hochwasser, Erdrutsch, Lawinen, Vulkanausbruch und Erdbeben erweitern. Wie sinnvoll diese Erweiterung ist hängt von der geographischen Lage der Immobilie ab. In einigen Gegenden sind solche Naturphänomene wahrscheinlicher als anderswo.

Fotos: animaflora / fotolia

Neben diesen grundlegenden Versicherungen gibt es weitere Möglichkeiten, um sich gegen unvorhersehbare Risiken abzusichern. „Was davon sinnvoll ist und was nicht, muss im Einzelfall entschieden werden“, empfiehlt Siewert.

  • Mit der Unfallversicherung für Bauherren und Bauhelfer sichern Sie sich und Ihre Bauhelfer gegen die finanziellen Folgen eines Unfalls während der Bauarbeiten auf dem Baugrundstück ab.
  • Während der Finanzierungsphase kann eine Risiko-Lebensversicherung sinnvoll sein. Im Todesfall wird dem Hinterbliebenen eine vereinbarte Summe ausbezahlt, mit der der Kredit (teilweise) abbezahlt werden kann. Laufzeit und Höhe des Betrages sind flexibel.
  • Empfehlenswert ist zudem eine Hausratversicherung. Diese Sachversicherung bietet nach dem Einzug Versicherungsschutz für das Inventar, also für Einrichtungs-, Gebrauchs- und Verbrauchsgegenstände im Haushalt. Sie tritt in Kraft bei Schäden durch Feuer, Leitungswasser, Sturm, Hagel, Einbruchdiebstahl, Raub und Vandalismus. Auch diese Versicherung lässt sich um einen Schutz vor Elementarschäden erweitern.  

Auch für gewerbliche Bauträger bietet die Volksbank BraWo über den Versicherungsmakler Döhler Hosse Stelzer den passenden Versicherungsschutz. Die Versicherungsexperten analysieren die notwendigen Absicherungen im Projekt und haben einen Marktüberblick von Allianz bis Zurich. "Insbesondere bei größeren oder komplexen Vorhaben schätzen unsere Kunden diese unabhängige Expertise", so Siewert.

Tipp: "Wer die Versicherungen bündelt und die Beiträge nicht monatlich sondern jährlich zahlt, spart ein paar Prozent", rät Siewert. Privatkunden können sich in den Geschäftsstellen der Volksbank BraWo beraten lassen.

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