Weltwirtschaft: Rückblick auf 2017 und Ausblick auf 2018

Wirtschaftswachstum, Börse, Geldpolitik und Co. Portfolioberater Thomas Heinisch von der Brauschweiger Privatbank blickt auf wichtige Aspekte der weltwirtschaftlichen Entwicklung im vergangenen Jahr zurück und prognostiziert, was uns 2018 erwartet.

Weltwirtschaftliche Entwicklungen 2017 und 2017Grafik: Fotolia // cassies

Rückblick auf 2017

Die großen Aktienmärkte wurden 2017 weltweit überwiegend vom guten wirtschaftlichen Umfeld in neue Höhen getragen, ohne nennenswerte Korrekturen zu erfahren. Bemerkenswert zeigten sich die Märkte in den USA mit immer neuen Höchstmarken, während die Wahlen in Frankreich und Deutschland zeitweise für Zurückhaltung in Europa sorgten, letztlich aber die positive Tendenz nicht umkehren konnten.

Die US-amerikansichen Notenbank zog die Zügel bei der Geldpolitik bereits leicht an und kündigte eine weitere Verschärfung für 2018 an. Die EZB verharrt hingegen weiterhin in ihrer lockeren Gangart und enttäuschte diejenigen, die auch hierzulande mit einer Straffung rechneten.

Die Renditen an den Kapitalmärkten im Dollarraum, wie auch in Europa, entwickelten sich bedingt durch die nur mäßig anziehende Inflation bestenfalls moderat nach oben. Durch den positiven Zinsabstand des Dollars zum Euro wurde vielerorts ein erstarken der amerikanischen Währung erwartet. Dies traf nicht ein. Im Gegenteil, der Euro setzte zum Höhenflug gegenüber dem Dollar an.

Ohne klare Richtung aber mit nennenswerten Ausschlägen in jede Richtung zeigte sich der Goldpreis 2017. In US-Dollar gerechnet konnte er sich zum Jahresende leicht erhöhen, während der in Euro rechnende Goldanleger durch die schon beschriebene EUR-USD-Entwicklung sich mit leichten Verlusten aus dem Jahr 2017 verabschieden musste.

Das Erdöl der Sorte Brent gab bis zum Sommer nochmal deutlich im Preis nach, um sodann zu einem starken Preisanstieg bis zum Jahresende und darüber hinaus anzusetzen.

Portfolioberater Thomas Heinisch

Prognose für 2018

Für 2018 erwarten wir weiterhin ein robustes Wachstum in den führenden Wirtschaftsregionen und den Schwellenländern. Auch Deutschland ist hier recht gut aufgestellt. Damit sollten politische Unsicherheiten wie die andauernde Regierungsbildung in Deutschland abgefangen werden.

In Europa zeigt sich weiterhin die Notwendigkeit, Strukturen zu verändern. Mit welchem Engagement diese Aufgabe angegangen werden wird, wird abhängig sein von der Fähigkeit der Beteiligten sich von alt hergebrachten Strukturen zu lösen und die Komfortzone zu verlassen.

Eine Strukturveränderung wurde in Europa mit dem Brexit bereits beschlossen und die Verhandlungen dazu werden 2018 für neue Schlagzeilen sorgen. Kommt es gar zum Exit vom Brexit?

Wir rechnen in diesem Umfeld nicht mit nennenswerten Maßnahmen der EZB zur Straffung der Geldpolitik, wohl aber mit leicht steigenden Zinsen am Kapitalmarkt.

Und zum Schluss die Prognose für den DAX am Jahresende: 14.000! Sollte es wie 2017 zu einer Schwankungsbreite von 2000 Punkten kommen, so müssen wir auch mal mit Rückschlägen rechnen, denn die Börse ist keine Einbahnstraße.

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