Volksbank BraWo ist Partner der Hospizarbeit in Gifhorn

Seit 2014 besteht eine intensive 1. Cycle Tour an Partnerschaft zwischen dem Verein Hospizarbeit Gifhorn und der Hauptstelle der Volksbank BraWo in Gifhorn. „Wir leisten dabei weit mehr als nur finanzielle Unterstützung. Wir sind vom Herzen her mit dem Verein eng verbunden, stehen bei Patientenverfügungen mit Rat zur Seite und stellen auch Räume bereit, etwa für Eignungsgespräche von künftigen Begleitern“, berichtet Thomas Fast, Leiter der Direktion Gifhorn bei der Volksbank BraWo. Der Kontakt war über eine Mitarbeiterin der Bank zustande gekommen.

Ewa Klamt dankte Thomas Fast für die Unterstützung des Vereins Hospizarbeit.

Ewa Klamt, Vorsitzende des Vereins Hospizarbeit Gifhorn, hält Initiativen wie die der Volksbank BraWo für unverzichtbar, wenn es darum geht, den Hospizgedanken im Landkreis Gifhorn, aber auch in ganz Deutschland zu etablieren. „Die Hospizbewegung ist auf Unternehmen, die sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst sind und ihr auch nachkommen, angewiesen“, sagt sie. Ihr Verein hat unter anderem bereits ein VRmobil für seine ehrenamtliche Arbeit zur Verfügung gestellt bekommen. Seit 1998 helfen ehrenamtliche Begleiter der Hospizarbeit Gifhorn Sterbenskranken und ihren Angehörigen zu Hause, im Klinikum und in Pflegeheimen, indem sie zuhören, beraten, trösten und vor allem Zeit haben. Aktuell begleitet der Verein 17 schwerstkranke Erwachsene und einen Jugendlichen. Der Verein kann auf rund 40 Begleiter und zwei Kinderbegleiter zurückgreifen. Das Ziel ist, dass die Menschen im Landkreis Gifhorn selbstbestimmt und in Würde dort sterben können, wo sie zu Hause sind. Zum Angebot des Vereins zählt auch eine kompetente Palliativberatung. Im August dieses Jahres beginnt ein neuer, einjähriger Schulungskursus für Begleiterinnen und Begleiter.

Unterstützung durch Hospizverein ist für sterbenskranke Menschen und Angehörige von großer Bedeutung

Die Unterstützung, die Betroffene und ihre Angehörigen erfahren, ist vielfältig. „Das geht von Behördengängen bis hin zu tiefsinnigen Gesprächen über die Ängste vor dem Sterben“, berichtet Ewa Klamt. Der Bedarf an der Hospizarbeit steige von Jahr zu Jahr. Viele Menschen hätten den Wunsch, in ihrem gewohnten Umfeld ihre letzten Tage zu verleben. Ausgangspunkt der deutschen Hospizbewegung war 1984 die Arbeitsgruppe „Zuhause Sterben“ an der Evangelischen Fachhochschule Hannover. Zwei Jahre später wurde das erste stationäre Hospiz in Deutschland gegründet. Eine solche Einrichtung ist auch das perspektivische Ziel der Hospizarbeit Gifhorn.

Die Begleitung durch den Verein ist kostenfrei. Der Verein ist vorwiegend auf Spenden angewiesen, auch wenn im vergangenen Jahr der Bundestag ein Gesetz zur Verbesserung der Hospiz- und Palliativversorgung beschlossen hat. „Mit dem Engagement für die Hospizarbeit zeigen wir, dass wir uns für alle Generationen einsetzen“, begründet Thomas Fast das Engagement. Bei der Kinderhospizarbeit übrigens kooperiert der Gifhorner Verein mit Partnern aus der Region in der neu gegründeten ambulanten Hospizarbeit „SONne“.

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