Starke Momente stählerner Nostalgie

Gleich an zwei spannenden Exkursionen in die Geschichte der Stadt Braunschweig war die Volksbank BraWo in den vergangenen Wochen tatkräftig beteiligt. Zunächst ging es zurück in die Nachkriegszeit: Die Löwenstadt, einst ein Fachwerkjuwel, war im Zweiten Weltkrieg durch Bomben verheert worden. Riesige Mengen Altmetall wurden aus den Trümmern geborgen und dem Rohstoffkreislauf zugeführt. Ein 1940 gebauter Wiegebalken leistete dabei wertvolle Dienste: Lastwagen um Lastwagen befuhr den damaligen Firmensitz des bekannten Altmetallhändlers Wagner an der Bevenroder Straße. Bis zu 40 Tonnen auf einmal konnten mit der Waage kilogenau abgewogen werden. Tausende von Tonnen Metall, Hunderte von Eisenbahnwaggons wurden auf dem Betriebsgelände aufbereitet.

Großen Zuspruch fand die Eröffnung der Ausstellung des Eisenbahn Archivs Braunschweig. Sie ist bis Mitte Dezember in den Räumen der Volksbank BraWo am Berliner Platz zu sehen.

Jetzt ist der historische Wiegebalken an seinen alten Standort zurückgekehrt: Vor der Geschäftsstelle der Volksbank BraWo erstrahlt die Stahlkonstruktion in neuem Glanz. Möglich gemacht haben das die Mitglieder des rührigen Vereins AntiRost Braunschweig e.V. und Stadtteilheimatpfleger Hans-Jürgen Möhle. Die Waage samt erläuterndem Schild hat jetzt einen Ehrenplatz dort, wo früher des Betriebsgelände der Firma Wagner war und inzwischen das Einkaufszentrum Holzmoor mit seinem vielseitigen Angebot zu finden ist. Carsten Ueberschär, Leiter der Direktion Braunschweig bei der Volksbank BraWo, sprach den Akteuren während einer gemütlichen Feierstunde seinen großen Dank aus.

Starke Momente stählerner Nostalgie gibt es in der Braunschweiger Hauptstelle der Volksbank BraWo am Berliner Platz noch bis zum 15. Dezember zu sehen: Eine Ausstellung zeigt dort derzeit beeindruckende Fotografien aus der Zeit der Bundesbahn. Es sind außergewöhnliche Bilder, die eine besondere Vergangenheit dokumentieren: Mit der Ausstellung „Fotografien aus der Bundesbahnzeit“ ruft die junge Gruppe „Eisenbahn Archiv Braunschweig“ Erinnerungen wach. Der überwiegende Teil der 50 großformatigen Fotos erzählt Braunschweiger Geschichten aus verflossenen Tagen. Carsten Ueberschär: „Wir sind stolz, unsere Präsentationsflächen für diese eindrucksvolle Dokumentation zur Verfügung zu stellen. Schließlich ist unsere Stadt Braunschweig seit jeher ein besonders wichtiger Standort für den Zugverkehr gewesen, unter anderem mit dem großen Ausbesserungswerk und als wichtiger Knotenpunkt für den Personen- sowie Gütertransport auf der Schiene. Von hier aus verliefen die Gleise der ersten staatlichen Eisenbahnstrecke in Deutschland bis nach Bad Harzburg.“

Der bekannte Braunschweiger Künstler Professor Gerd Winner betont: „Braunschweig ist ein bedeutender Standort der Industriekultur mit dem Schwerpunkt Technik und Verkehr. Die fotografischen Arbeiten von Karl-Heinz Bebensee dokumentieren einzigartig die Eisenbahngeschichte in Braunschweig nach dem Zweiten Weltkrieg. Den Mitgliedern des Eisenbahn Archivs ist es zu verdanken, dass der historische Nachlass erhalten bleibt.“

Die acht Mitglieder des 2012 gegründeten Archivs engagieren sich für den Erhalt fotografischer Zeitdokumente zum Thema Eisenbahn. Der Bestand umfasst derzeit etwa 40.000 Aufnahmen. Die Bilder werden aufwendig archiviert und digitalisiert.

09. Dezember 2016 von Volksbank BraWo Kategorie: Kultur

Nichts mehr verpassen

Anmelden und als Erster alle neuen Beiträge aus unserem Online-Magazin 'BraWo aktuell' per E-Mail erhalten!

Mit * gekennzeichnete Felder sind erforderlich.