Revival für Viktor Siudas Meistermarsch nach Essen

In Gedenken an die enorme Leistung Viktor Siudas und das 50-jährige Jubiläum Eintracht Braunschweigs als Deutscher Fußball-Meister beschlossen die Läufer des Vereins „Friends for Life – Extrem- und Ausdauersport für soziales Engagement“ erneut denselben Weg wie einst die Legende zu laufen. Für den guten Zweck legten die Sportler innerhalb einer Woche eine Strecke von insgesamt 328 Kilometer zurück. Hauptsponsor der Veranstaltung war die Volksbank BraWo.

Foto: Torsten BierwischHenning Kuczewski und Hubert Karl (rechts) auf dem Weg nach Essen. Foto: Torsten Bierwisch

Am vorletzten Spieltag der Saison 1966/67 fand die vorentscheidende Partie Eintrachts um die Deutsche Fußball-Meisterschaft in Essen statt. Viktor Siuda, Betreiber eines Sportgeschäfts und mehrfacher Deutscher Geher-Meister, setzte dazu ein großartiges Zeichen: Er ging zu Fuß von Braunschweig nach Essen.

328 Kilometer in einer Woche. 20 Minuten vor dem Anpfiff erreichte er unter dem Jubel von 35.000 Zuschauern das Georg-Melches-Stadion. Eintracht spielte 0:0, war so gut wie Meister, und Rot-Weiß Essen stieg ab. Siudas Fußmarsch wurde wie die Meisterschaft selbst zur Legende.

Revival des Meistermarschs für den guten Zweck

50 Jahre später machten sich in Erinnerung an diese enorme Energieleistung Läufer des Vereins „Friends for Life – Extrem- und Ausdauersport für soziales Engagement“ auf den Weg, um es Siuda gleichzutun. „Das war damals eine beeindruckende Aktion, die wir für den guten Zweck gerne gemeinsam neu aufleben lassen und als Hauptsponsor unterstützt haben“, sagte Carsten Ueberschär, Leiter der Direktion Braunschweig der Volksbank BraWo. Extremsportler Michael Kumpe, ausgewiesen großer Eintracht Fan, hatte die Idee für das gelungene Revival.

Die Hälfte der Spenden, die rund um den Lauf eingesammelt wurden, gehen an die Eintracht Braunschweig Stiftung, die davon Anti-Rassismus-Workshops mit Schulen in Kooperation mit der Arbeitsstelle Rechtsextremismus und Gewalt/Zentrum Demokratische Bildung finanzieren. Die zweite Hälfte der Spenden wird weitergereicht an Rot-Weiss Essen zur Finanzierung sozialer Projekte der „Essener Chancen“, der sozialen Initiative des Vereins.

Hubert Karl und Henning Kuczewski liefen gesamte Strecke von 328 Kilometern

Die komplette Strecke bewältigten Hubert Karl und Henning Kuczewski sowie Torsten Bierwisch, der die beiden mit dem Kickbike begleitete. Alle rund acht Kilometer hatten die Betreuer Petra Heeren und Achim Siedentopf Verpflegungsstationen aufgebaut, an denen sich die Athleten mit Obst, Wasser oder salzigem Gepäck versorgen konnten. Michael Kumpe, Alp Touran, Dagmar Wucherpfennig, Wioletta Glaser und Carsten Ueberschär waren abschnittsweise mit auf der Strecke.

Den Startschuss hatte Meisterspieler Walter Schmidt im Eintracht-Stadion gegeben. Die Leistung der Läufer ist im Vergleich mit Viktor Siudas Fußmarsch nicht minder beeindruckend. Das längste Teilstück war 108 Kilometer lang, das kürzeste am letzten Tag hatte immer noch Marathondistanz.

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