Was sich durch MiFID II bei der Geldanlage ändert

Aufgrund der neuen EU-Richtline MiFID II (Markets in Financial Instruments Directive II) gelten ab dem 03. Januar 2018 strengere Regeln für die Anlageberatung. Sascha Köckeritz, Leiter der Braunschweiger Privatbank, erklärt, welche Änderungen sich dadurch für Anleger ergeben und welche Auswirkung das auf ihre Zusammenarbeit mit ihren Beratern hat.

Änderungen von MiFid II auf die BeratungFoto: Fotolia, contastwerkstatt

Während sich der Aufwand für die Banken erhöht, profitieren die Kunden von einer transparenten und zielgerichteten Beratung. Handlungsbedarf für Bankkunden besteht zwar nicht, aber sie werden sicherlich drei konkrete Änderungen merken“, meint Sascha Köckeritz. 

1. Aufzeichnung von Telefonaten

Sascha Köckeritz, Leiter Braunschweiger Privatbank

Beratungsgespräche am Telefon sowie jegliche elektronische Kommunikation müssen fortan aufgezeichnet werden und bleiben fünf Jahre archiviert.

Die telefonische Aufzeichnung schafft für Kunden und Bank zusätzliche Sicherheit“, erklärt Köckeritz die Änderung.

2. Bessere Transparenz über die Kosten

Künftig erhalten Kunden vor jeder Ausführung einer Wertpapierorder im Beratungsgeschäft eine genaue Kostenaufstellung (Kosten vor Order, Kaufpreis, laufende Kosten, Verkaufskosten). Sie werden sowohl über die absoluten als auch über die prozentualen Kosten informiert.

Die Kunden erhalten somit eine Art Kostenvoranschlag“, so Köckeritz.

3. Definition von Zielmärkten für jedes Produkt

Jedes Anlageprodukt wird zukünftig für eine bestimmte Kundengruppe entwickelt und auch nur diesem Personenkreis angeboten. So haben die Kunden zukünftig eine noch höhere Gewissheit, dass sie nur Produkte angeboten bekommen, die wirklich zu ihnen und ihrer Situation passen.

Das führt dazu, dass Bankberater noch deutlich intensiver als früher die finanzielle Situation ihrer Kunden prüfen müssen“, betont Köckeritz.

Fazit

Für Anleger wird MiFID II deutliche Verbesserungen bringen. Insgesamt wird dadurch auch das Mandat zur Vermögensverwaltung, bei der Kunden ihr Geld von Profis managen lassen, gegenüber der klassischen Anlageberatung deutlich attraktiver“, beurteilt Köckeritz die kurz- und langfristigen Auswirkungen der Änderungen.

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