„Mein Wunsch ist es, hier leben und arbeiten zu können“

Wael Almasri kommt aus Syrien und absolvierte ein erfolgreiches Praktikum bei der Volksbank BraWo

Wael Almasri ist als Flüchtling dem Krieg in seiner Heimat Syrien entronnen. Der gelernte Bankkaufmann absolvierte ein Praktikum in der Hauptstelle der Volksbank BraWo in Gifhorn, wo er als ebenso freundlicher wie kompetenter Kollege viel Lob erhielt. Auch Maren Maibom, Ausbildungsleiterin bei der Volksbank BraWo, ist sehr zufrieden mit dem Auftritt des jungen Mannes, der im Interview über Chancen und Wünsche spricht.

Wael Almasri

Herr Almasri, warum wollten Sie ein Praktikum bei der Volksbank BraWo machen?

Ich möchte das Deutsche Bankensystem kennenlernen. Deutschland bietet den Flüchtlingen hier sehr viel Hilfe. Deshalb möchte ich auch etwas zurückgeben, indem ich bei der Volksbank BraWo tätig bin. In Syrien habe ich bereits als Bankkaufmann gearbeitet und möchte mich im Zuge dieses Praktikums auf die Arbeitswelt hier vorbereiten. Mein Wunsch ist es, hier zu leben und arbeiten zu können.

Wie gestaltet sich das Praktikum für Sie?

Ich besuche hier viele verschiedene Abteilungen und bekomme dabei sehr viele Informationen zu den Abläufen der Volksbank als auch über die Aufgaben der einzelnen Mitarbeiter im Speziellen. So lerne ich das Bankensystem in Deutschland kennen. Dabei eigne ich mir viel Wissen sowie für die Arbeit relevante Fachbegriffe an und übe mich nebenbei in der deutschen Sprache. Ich bekomme viel Infomaterial und kann mein gewonnenes Wissen so immer wieder auffrischen.

Was gefällt Ihnen besonders gut an dem Praktikum?

Mir gefällt die Arbeit hier. Im Grunde haben mir alle Abteilungen gleich gut gefallen. Begeistert hat mich jedoch die gute Technikausstattung der BraWo. Jeder Mitarbeiter kann sich dadurch ganz individuell und ausführlich um seine Kunden kümmern. Das war in Syrien leider noch nicht der Fall. Positiv sind mir auch die Serviceleistungen für die Kunden aufgefallen. Ein Beispiel ist hierbei das Investmentbanking, so etwas kannte ich bisher in dieser Form noch nicht. Insgesamt habe ich hier sehr viel Positives und Lehrreiches erfahren.

Welche Erfahrungen konnten Sie machen?

Ich habe sehr viel Neues gelernt. Ich war zwar durch meine berufliche Tätigkeit als Bankkaufmann in meinem Heimatland vorgebildet, dennoch gab es viele neue Abteilungen, wie etwa den Firmenkundenbereich oder genanntes Investmentbanking, wo ich viele neue Erfahrungen sammeln konnte.

Wollen Sie auch in Zukunft im Bankenbereich arbeiten?

Ich möchte auf jeden Fall in Zukunft wieder in diesem Bereich arbeiten. Allerdings muss ich vorher noch mein Deutsch perfektionieren und alle Integrationskurse sowie Berufsvorbereitungskurse abschließen. Danach würde ich mir wünschen, in Deutschland bei einer Bank Arbeit zu finden. Aus meiner Sicht gibt es viele Flüchtlinge mit einer guten Berufsausbildung oder sogar einem Studienabschluss. Ich denke, wir benötigen einfach Möglichkeiten und Chancen, dies auch zeigen zu können.

Wie sind Sie bei der Volksbank BraWo aufgenommen worden?

Sehr herzlich. Ich möchte mich bei all meinen Kollegen in Gifhorn, der Volksbank BraWo und Herrn Axel Keller für die Chance bedanken, die sich mir durch dieses Praktikum geboten hat.

Frau Maibom, für die Volksbank ist ein solches Praktikum etwas gänzlich Neues? Wird es auch in Zukunft solche Möglichkeiten für Flüchtlinge bei uns geben?

Es handelt sich hierbei in der Tat um den ersten Fall, bei welchem wir aber gute Erfahrungen gemacht haben. Es freut uns daher umso mehr, dass wir auch von Herrn Almasri ein so positives Feedback erhalten haben. Wir saßen im Vorfeld mit Herrn Keller zusammen und haben uns dessen Konzept angehört und diesen ersten Versuch vorbesprochen. Nach diesem positiven ersten Mal wäre eine weitere Zusammenarbeit von Seiten der BraWo in jedem Falle denkbar.

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