Scheidung: Was passiert mit meiner Immobilie?

Eine Scheidung kann nervenaufreibend sein und viel Kraft von den Eheleuten erfordern. Auch eine gemeinsame Immobilie wirft im Falle einer Scheidung viele Fragen auf, die es zu beantworten gilt: Wer darf nach der Trennung in der Immobilie wohnen? Wer ist zukünftig der Eigentümer und wann ist der richtige Zeitpunkt um einen Käufer zu suchen? Sollten Sie mit dem Gedanken über den Verkauf Ihrer Immobilie spielen, haben wir ein paar wichtige Hinweise für Sie, die es zu beachten gilt.

Scheidungsrecht ImmobilieZersägen oder doch verkaufen? Im Falle einer Scheidung gibt es viele offene Fragen bezüglich der Immobilie. Foto: Adobe Stock/vchalup

Wem gehört die Immobilie?

Im Falle einer Scheidung besteht oftmals kein Ehevertrag, der die Güterverteilung regelt. Die große Mehrheit der Paare entschieden sich bei der Eheschließung für eine sogenannte Zugewinnverteilung: Eigentümer, zu denen auch Immobilien zählen, gehören zu gleichen Teilen beiden Partnern. Eine Scheidung ändert auch nichts an den Eigentumsverhältnissen oder der Eintragung im Grundbuch. Durch den Zugewinnausgleich nach der Scheidung ist dann zu regeln, was zukünftig mit der Immobilie geschieht.

Eine Möglichkeit ist der Verkauf der Immobilie. Dieser bedarf unbedingt der Zustimmung beider Eheleute. Wichtig zu beachten ist dabei, dass für die Abbezahlung eines möglicherweise vorhandenen Kredits weiterhin derjenige verantwortlich, der den Vertrag mit der Bank abgeschlossen hat, unabhängig davon ob er die betreffende Immobilie noch bewohnt oder nicht.

Wann ist der richtige Zeitpunkt für den Verkauf?

Durch das gesetzlich geregelte Trennungsjahr von zwölf Monaten kommt häufig die Frage auf, wann ein geeigneter Zeitpunkt für den Verkauf einer Immobilie ist. Oftmals ist es wirtschaftlich gesehen geschickter, frühestmöglich – schon während des Trennungsjahrs – den Verkauf einzuleiten. Schließlich soll der bestmögliche Käufer gefunden werden.

Nach der Scheidung ist jeder Ehepartner sogar dazu berechtigt, den Verkauf der Immobilie zu verlangen und die Zustimmung zum Verkauf einzuklagen. Sollten sich beide Partner gar nicht einig über den Verkauf der Immobilie werden, kann jeder der Ehepartner einen Antrag auf Teilungsversteigerung stellen. Die Immobile wird dann durch das Vollstreckungsgericht öffentlich versteigert. Dies sollte jedoch immer die letzte Möglichkeit sein. Der Preis, der dadurch erzielt wird liegt oft weit unter den Erwartungen.  

Sollten Sie vor der Entscheidung stehen, Ihre Immobilie verkaufen zu wollen oder zu müssen, unterstützen wir Sie gerne. Unsere Experten in allen Fragen rund um das Thema finden Sie im Haus der Immobilie in Braunschweig oder unter www.volksbank-brawo.de/immobilien.

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