Immobilie geerbt – was nun?

Bei jeder zweiten Erbschaft in Deutschland wird eine Immobilie vererbt. Das ist deutlich komplexer als das Erbe von Geld, Schmuck oder Kunst. Für den Erben einer Immobilie stellen sich dadurch viele Fragen, die ohne die Hilfe eines Immobilienmaklers kaum umfassend zu beantworten sind.

Was tun, wenn man ein Haus vererbt bekommt? Haus oder Wohnung geerbt? Ein Immobilienberater hilft. // Fotolia: Butch

  • Was ist organisatorisch zu klären?
  • Was ist die Immobilie eigentlich wert?
  • Ist die Immobilie noch nicht abbezahlt oder mit Hypotheken belastet?
  • Wie hoch ist die Erbschaftssteuer?
  • Welche Fristen muss ich beachten?
  • Immobilie selbst bewohnen, vermieten oder verkaufen?
  • Liegt ein Testament vor oder greifen die gesetzlichen Regelungen?
  • Wann ist es besser, die Erbschaft auszuschlagen?

Noch komplizierter wird es, wenn die Immobilie nicht nur von einer Person geerbt wird, sondern von mehreren.

Immobilienberater helfen

Insbesondere in oftmals angespannten Situationen ist es wichtig, eine fundierte Beratung von Profis in Anspruch zu nehmen. Erfahrene Immobilienberater helfen Ihnen nicht nur bei der Beantwortung dieser Fragen, sondern auch bei vielen anderen Themen rund um die Immobilie, egal ob es um die Räumung des Hauses oder der Wohnung geht, um den für den Verkauf oder die Vermietung erforderlichen Energieausweis oder um die optimalen Verkaufsmöglichkeiten. Hinsichtlich der testamentarischen und steuerlichen Aspekte stellen gute Immobilienmakler Ihnen bei Bedarf Kontakte zu einem Notar und einem Steuerberater her.

Regeln für die Erbschaftssteuer

Bei den steuerlichen Regelungen gibt es viele Ausnahmen und Besonderheiten. Bei der Höhe der Erbschaftssteuer gilt aber folgende Faustregel: Je enger die verwandtschaftliche Beziehung, desto höher die Freibeträge und umso geringer die Steuerlast. Während Ehepartner bis zu 500.000 Euro abgabenfrei erben können, liegen die Grenzen für Kinder bei 400.000 Euro, für Enkel bei 200.000 Euro sowie für Nichten bzw. Neffen bei 20.000 Euro. Alles was darüber liegt, muss versteuert werden. Bei Bedarf gewährt das Finanzamt Ratenzahlungen.

Um Steuern zu sparen, ist es auch möglich, das Haus zum Zeitpunkt des Todes oder noch zu Lebzeiten zu verschenken. Doch auch hier ist eine Schenkungssteuer fällig, die vom Verwandtschaftsgrad, der eigenen Steuerklasse und der Freibeträge abhängt. Wichtig: Ein schriftliches Testament ist unbedingt ratsam, weil mündliche Versprechen oder Absprachen keine Relevanz besitzen.

Die Immobilienexperten aus dem Haus der Immobilie der Volksbank BraWo stehen Ihnen für Ihre Fragen gerne zur Verfügung.

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