Fusion der Volksbank BraWo und der Volksbank Peine: Wie die größte unabhängige Filialbank der Region entsteht

Die Volksbank BraWo und die Volksbank Peine werden, vorbehaltlich der Zustimmung der jeweiligen Vertreterversammlung, in diesem Jahr fusionieren. Der Prozess soll im September 2016 technisch abgeschlossen sein. Nach dem Zusammenschluss wird die neue Volksbank BraWo in den Geschäftsgebieten der Oberzentren Braunschweig, Salzgitter und Wolfsburg sowie den Landkreisen Gifhorn und Peine aktiv sein. Im künftigen Geschäftsgebiet stehen den dann 150.000 Kunden insgesamt 48 Filialen zur Verfügung. Im Interview sprechen Jürgen Brinkmann, Vorstandsvorsitzender der Volksbank BraWo, Gerhard Brunke, Vorstandssprecher der Volksbank Peine, sowie die Vorstände Ralf Schierenböken (Volksbank Peine), Michael F. Müller und Mark Uhde (beide Volksbank BraWo) über die Gründe für die Fusion und die Vorteile für die Kunden.

Die Hauptstelle der Volksbank Peine.

Herr Brinkmann, warum wollen die beiden Häuser den Zusammenschluss?
Jürgen Brinkmann: Wenn zwei überaus gesunde Volksbanken zusammengehen, dann natürlich mit dem Ziel, ihre Marktposition auszubauen und wirtschaftlich zu reüssieren. Die Volksbank Peine ist eine tolle Bank, die sich insbesondere durch hervorragende Mitarbeiter, moderne Filialen und eine beeindruckende Eigenkapitalquote auszeichnet. Gemeinsam erhalten wir ganz neue Möglichkeiten für innovative Konzepte, die über das klassische Bankgeschäft hinausgehen werden, und natürlich für weiteres Wachstum.

Herr Brunke, wieso macht die Fusion auch aus Peiner Sicht besonderen Sinn?
Gerhard Brunke: Die Volksbank Peine eG hat keine Probleme und ist gut im Markt positioniert. Gleichwohl befindet sich die Bankenwelt politisch induziert in einem Umbruch, der auch an uns nicht spurlos vorbeigeht. Die Anforderungen der Bankenregulatorik haben in den letzten Jahren enorm zugenommen und belasten unser Haus sowohl im personellen als auch im Kostenbereich sehr. Weiterhin stellt uns die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank vor enorme Herausforderungen, zumal nicht absehbar ist, wann die EZB den eingeschlagenen Kurs ändert. Aufgrund wirtschaftlicher Probleme in einzelnen europäischen Ländern müssen wir uns darauf einstellen, dass uns das Niedrigzinsumfeld zumindest mittelfristig weiter begleiten wird. Durch die Fusion mit der Volksbank BraWo können wir die Kräfte weiter bündeln und Synergien heben. Darüber hinaus erweitern wir die beruflichen Chancen für unsere Mitarbeiter und stellen sicher, dass wir auch für unsere Kunden nachhaltig als verlässlicher und starker Partner im Markt präsent sind.

Herr Müller, die „neue Volksbank BraWo“ wird nicht nur ein erweitertes Angebot für die Kunden anbieten, sondern will auch das starke soziale Engagement noch weiter ausbauen.
Michael F. Müller: Unsere positive Geschäftsentwicklung zeigt, dass unsere Kunden uns als verlässlichen und kompetenten Finanzpartner vor Ort schätzen. Durch die Fusion werden wir ihnen neue, interessante Finanzdienstleistungen, etwa auf dem Immobilien- und Versicherungssektor oder im Bereich des Private Banking, anbieten können. Das starke gesellschaftliche Engagement der Volksbank BraWo wird auch den Landkreis Peine mit einbeziehen: In Not geratene Kinder werden dort künftig Hilfe durch unser Kindernetzwerk United Kids Foundations erfahren.

Herr Brinkmann, bleiben die bisherigen Filialen erhalten? Wie sieht es mit den Arbeitsplätzen aus?
Jürgen Brinkmann: Alle Standorte bleiben erhalten. Wir haben in den zurückliegenden Jahren viel getan und fast alle Standorte erneuert. Wir sind in der glücklichen Situation, dass wir ein hochmodernes Filialnetz haben und auch sicherheitstechnisch so aufgestellt sind, dass wir das etliche Jahre beibehalten können. Auch die Volksbank Peine hat in den vergangenen Jahren ihr Geschäftsstellennetz modernisiert. Die Menschen machen sich im Internet schlau und vergleichen. Aber in einer immer komplexer werdenden Welt gibt es nach wie vor einen hohen Beratungsbedarf, der sogar steigt. Auch junge Menschen wollen eine qualifizierte Beratung, etwa wenn es um Baufinanzierung oder Altersvorsorge geht. Was die Arbeitsplätze angeht: Wir suchen händeringend Personal und sind froh, wenn durch die Fusion Synergieeffekte entstehen, die wir nutzen können, um Mitarbeiter für die offenen Stellen zu bekommen.

Herr Schierenböken, was wird sich für die Kunden in Peine beziehungsweise im Geschäftsgebiet der Volksbank Peine ändern?
Ralf Schierenböken: Mit den Konzerntöchtern Volksbank BraWo Immobilien GmbH, dem Versicherungsmakler Döhler Hosse Stelzer GmbH & Co. KG sowie der Braunschweiger Privatbank haben wir die Möglichkeit, das Leistungsangebot für unsere Kunden deutlich zu erweitern. Ferner werden unsere Firmenkunden davon profitieren, dass wir aufgrund der Größe des Gesamthauses Finanzierungsprojekte begleiten können, die uns bisher aufgrund regulatorischer Rahmenbedingungen nicht möglich waren. Was unsere Kunden jedoch am meisten bewegt, ist die Frage, ob sie ihre altvertrauten Ansprechpartner behalten. Hierzu kann ganz klar festgestellt werden, dass unsere Mitarbeiter im Markt ihren Kunden auch nach der Fusion als Ansprechpartner zur Verfügung stehen werden.

Herr Uhde, mit der Fusion entsteht die größte selbstständige Filialbank der Region. In welchen regionalen Bereichen wird das Unternehmen tätig sein?
Mark Uhde: Nach der Fusion wird die neue Volksbank BraWo in den Geschäftsgebieten der Oberzentren Braunschweig, Salzgitter und Wolfsburg sowie den Landkreisen Gifhorn und Peine aktiv sein. Den dann rund 150.000 Kunden werden im Geschäftsgebiet 48 Filialen zur Verfügung stehen. In der neuen Bank vereinigen sich zwei Partner, die aufgrund ihrer Leistungsstärke und ihres Qualitätsanspruchs sehr gut zusammenpassen.

So wird das Geschäftsgebiet der Volksbank BraWo nach dem Zusammenschluss der beiden Banken aussehen.

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