Dürre, Wolkenbrüche, Borkenkäfer

In den letzten Jahren erlebten die Bäume im Harz im wahrsten Sinne des Wortes eine Durststrecke, es regnete zu wenig. Nach der anhaltenden Trockenheit kamen starke Regengüsse, die den Boden durchweichten und ausschwemmten. Bei den durch Unwetter und Umweltschäden geschwächten Bäumen hatte der Borkenkäfer leichtes Spiel und beschleunigte das Waldsterben. Forstleute, Waldbesitzer sowie Naturschützer sprechen bereits vom Waldsterben 2.0.

Der Befall durch Borkenkäfer verursacht große Schäden.
Der Befall durch Borkenkäfer verursacht große Schäden.   Foto: Gasparini Fotos / Niedersächsische Landesforsten

Bedrohte Wälder

Die Borkenkäfer bohren sich in die Rinde ihrer unfreiwilligen Wirtsbäume und legen ihre Eier in den angelegten Brutgängen im Stamm oder zwischen Rinde und Holz ab. Beides verletzt die befallenen Bäume dauerhaft. In Folge brechen sie bei Stürmen viel schneller oder sie können durch die Verletzungen nicht mehr ausreichend mit Wasser versorgt werden und sterben ab.

Überangebot drückt Holzpreise

Das Schadholzaufkommen, das allein durch diesen Schädling entsteht, beziffern die Niedersächsischen Landesforsten (NLF) auf rd. zwei Millionen Kubikmeter pro Jahr. Im Vergleich: In einem Sturmjahr fallen maximal bis zu 100.000 Kubikmeter Schadholz an. Um den Käfer nachhaltig zu bekämpfen, beschäftigen sich die NLF seit längerem mit diesem Thema.

Je Saison pflanzt der Landesbetrieb ca. 4,5 bis 5 Millionen Bäume. In der Vergangenheit wurde die Wiederaufforstung durch Einnahmen aus dem Holzverkauf refinanziert. Das Überangebot an Käferholz brachte den heimischen Markt jedoch nahezu zum Erliegen. 2019 sind die Erlöse aus der Holzernte erneut gesunken, allein der Preis für Fichtenholz ist von knapp 64 Euro (2015) auf 30 Euro gefallen.

Die nächste Waldgeneration: klimatolerante Mischwälder

Im Kampf gegen den Borkenkäferbefall entwickelten die NLF ein Waldschutzkonzept. Ihr Ziel: Das Waldsterben stoppen und die Ursache nachhaltig bekämpfen.

Um die Käferpopulation langfristig zu minimieren, werden die für den Befall anfälligen Monokulturen aus Fichten aufgeforstet und die Wälder mit Mischbaumarten angereichert. Dort, wo jetzt Freiflächen im bewirtschafteten Wald stehen, sollen bald Kiefern, Douglasien, Rotahorn, Eichen und Lerchen wachsen. Die Fichte – derzeit am stärksten betroffen - hat jedoch auch im Wald von morgen noch ihren Platz.

Mit vereinten Kräften aufforsten

Der Kampf gegen den Borkenkäfer bleibt eine gewaltige Herausforderung, auch finanziell. Ohne Spenden kann die Wiederaufforstung eines naturnahen Waldes nicht finanziert werden. Aus diesem Grund rief die Volksbank BraWo für die Finanzierung der Neubewaldung den United Kids Foundations Wald ins Leben. „Es geht um unsere gemeinsame Zukunft. Darum, den Wald als Natur- und Klimaschutzgebiet für zukünftige Generationen zu erhalten. Über unsere Initiative wollen wir mindestens 15.000 Bäume pflanzen und auf einer Fläche von ca. sechs Hektar den Wald wiederbeleben“, beschreibt Jürgen Brinkmann, Vorstandsvorsitzender der Volksbank BraWo und Initiator vom United Kids Foundations Wald, die Idee für dieses nachhaltige Projekt.

Jetzt Bäume spenden - machen Sie mit!

Helfen kann jeder, ob als Einzelperson, Familie oder Unternehmen: Für nur 5 Euro pflanzen wir für Sie einen Baum.

 

 

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